Besonderheit
Das Horten ist eine psychische Störung, die durch exzessives Sammeln und die Unfähigkeit, sich von Gegenständen zu trennen, gekennzeichnet ist. Betroffene haben typischerweise Schwierigkeiten, sich von Dingen zu trennen, selbst wenn diese keinen praktischen Nutzen haben oder ihren Wohnraum und ihre Lebensqualität stark beeinträchtigen. Sie entwickeln eine starke emotionale Bindung zu diesen Gegenständen, da sie ihnen einen besonderen emotionalen oder praktischen Wert beimessen und beim Wegwerfen Reue oder Verlust befürchten. Mit der Zeit verstärkt sich dieses Verhalten und führt zu überfüllten, unordentlichen und sogar unhygienischen Wohnräumen, was den Alltag stark beeinträchtigt und das Wohnumfeld unerträglich macht. Gleichzeitig erleben die Betroffenen beim Wegwerfen von Gegenständen intensive Angstzustände und innere Konflikte, die manchmal zu emotionalen Ausbrüchen oder starker Belastung führen. Darüber hinaus beeinträchtigt das Horten zwischenmenschliche Beziehungen und das soziale Leben erheblich; Betroffene meiden oft zunehmend soziale Kontakte und isolieren sich aufgrund von Scham- und Schuldgefühlen. Das Horten geht häufig mit anderen psychischen Problemen wie Angstzuständen, Depressionen oder Zwangssymptomen einher, was zu einer Verschlechterung der allgemeinen Lebensqualität der Betroffenen führt.
Ziel
Zu den Hauptlehrzielen des Kurses zur Sammelstörung gehören: Patienten dabei zu helfen, die emotionalen und kognitiven Muster hinter ihrem Sammelverhalten klar zu erkennen, tief zu verstehen, warum sie irrationale emotionale Assoziationen mit Gegenständen haben, und ihre emotionale Abhängigkeit von den gesammelten Gegenständen schrittweise zu reduzieren; Techniken der kognitiven Umstrukturierung in der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT) zu erlernen und zu beherrschen, sammelbezogene irrationale Überzeugungen (wie die Überbetonung des Wertes von Gegenständen) zu identifizieren und anzupassen; das Sammelverhalten schrittweise zu reduzieren, die Entscheidungsfähigkeit zu verbessern und durch spezifisches Verhaltenstraining (wie Expositions- und Reaktionsverhinderungstechniken) zu lernen, Gegenstände rational zu entsorgen; und die zwischenmenschlichen Fähigkeiten der Patienten zu verbessern, soziale Ängste zu lindern und schrittweise einen gesunden Lebensstil und einen guten psychischen Zustand wiederherzustellen.
Kursplan:

Lektion 113:Die Erscheinungsformen und Ursachen der Sammelstörung verstehen
Horten ist weder Faulheit noch Gier, sondern Ausdruck innerer Emotionen und des Kontrollzwangs.
Hinter jedem liebgewonnenen Gegenstand verbirgt sich ein unerfüllter Wunsch.
Zu verstehen, warum man hortet, ist der erste Schritt zur Heilung.

Lektion 114:Die kognitiven Verzerrungen hinter dem Hortungsverhalten identifizieren
“Ich werde es später brauchen” oder “Das ist sehr bedeutsam” – diese Aussagen sind nicht unbedingt wahr.
Horten ist oft ein Kompensationsmechanismus für ein Sicherheitsgefühl und nicht Ausdruck eines echten Bedürfnisses.
Wenn man diese Gedanken durchschauen kann, kann man neue Wege der Reaktion wählen.

Lektion 115:Praxisorientiertes Training zur Reduzierung von Hortungsverhalten (ERP-Technologie)
Beim Wegwerfen geht es nicht darum, Werte aufzugeben, sondern darum, Ordnung in den Raum zurückzubringen.
Man kann das “Zurücklassen von ein wenig” mit einem Gefühl des Unbehagens üben, anstatt alles auf einmal auszuschütten.
Bei ERP-Schulungen geht es nicht um erzwungene Bereinigung, sondern um den behutsamen Wiederaufbau der Optionen.

Lektion 116:Techniken zur Verbesserung der Entscheidungsfähigkeit und zum Loslassen von Dingen
Einen Gegenstand wegzulegen bedeutet nicht, dass man Erinnerungen oder Bedeutung aufgegeben hat.
Du hast die Macht zu entscheiden, wo es sich wirklich lohnt zu bleiben.
Jede entschlossene Handlung spiegelt Ihr Vertrauen in Ihr eigenes Urteilsvermögen wider.

Lektion 117:Umgang mit zwischenmenschlichen Problemen bei der Sammelstörung
Horten ist nicht nur ein persönliches Verhalten; es beeinträchtigt auch den Freiraum in Beziehungen.
Die Kommunikation ist der Ausgangspunkt für die Wiederherstellung des gegenseitigen Verständnisses in einer Beziehung.
Sichtbar und respektiert zu werden, umfasst auch deinen Rhythmus und deine Grenzen.

Lektion 118:Es sollte ein langfristiger Managementmechanismus etabliert werden, um ein Wiederauftreten zu verhindern.
Management bedeutet nicht Unterdrückung, sondern die behutsame Aufrechterhaltung der Lebensordnung.
Es muss nicht immer perfekt sein, man sollte nur aufmerksam bleiben und gelegentlich aufräumen.
Du kannst deinem zukünftigen Ich eine leichtere Welt hinterlassen.

Bitte füllen Sie die Kursbewertung aus, um Ihre Lernerfolge zu reflektieren und Verbesserungsvorschläge zu machen. Dies hilft Ihnen, Ihr Verständnis zu vertiefen und uns, den Kurs zu verbessern.

